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01. bis 12. Januar 2003
Hilfstransport nach Rubel und Minsk
Am Abend des 01. Januar 2003 startete der Hilfskonvoi, bestehend aus drei Lastwagen mit  Anhängern  und  einem  Begleitfahrzeug, beladen  mit  29,5 t  Hilfsgütern, vom THW- Stützpunkt  Montabaur  nach Rubel und Minsk in Weißrussland. Neben den zehn Fahrern und  einer  Fahrerin des THW, aus den Ortsverbänden  Montabaur, Andernach, Betzdorf, Simmern und Westerburg, wurde der Hilfstransport von vier Mitgliedern der Tschernobyl- Hilfe Erbeskopf e. V. begleitet.
Erster  Anlaufpunkt  war Rubel, im Bezirk Stolin, wo der größte Teil  der Pakete entladen und verteilt wurde bevor es ins rund 300 Kilometer entfernte Minsk weiterging.

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In der Internatschule Nr. 7 leben dort ca. 190 Kinder im  Alter zwischen sieben und sieb- zehn  Jahren.  Die meisten  sind Waisen  oder haben  Eltern, die außerstande  sind, sich  um die  Erziehung ihrer  Kinder zu kümmern.  Gemeinsam mit den Schülern wurden die Sachspenden von den Lastwagen entladen und in einem großen Raum gestapelt.

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Als  dritte Station  stand ein Kinderheim  für Kleinkinder  auf dem Programm.  Dort leben ca.  siebzig   Kinder  im   Alter   zwischen  drei   und  sieben  Jahren,  viele  davon  leiden ebenfalls  an  Behinderungen  oder Entwicklungsstörungen.  Mit sieben Jahren verlassen die  Kinder das dortige Heim und kommen in die Internatschule Nr. 7.  In das Kinderheim wurden vor allem Papierwindeln, Spielzeug und Hygieneartikel geliefert.
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Am Morgen des 12. Januar war der Hilfstransport, mit der Rückkehr der Fahrzeuge  und der Mannschaft in Montabaur, abgeschlossen.

25. bis 27. Juli 2003
9. Western- & Country-Fest der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V.
Das Fest fand nun zum vierten Mal in Neunkirchen statt und trotz des Regens hatten noch viele den Weg freitags zur Tequila-Party mit “PAINlich” und “First Aid” gefunden.
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Viele Reiterinnen und Reiter, mit über 80 Pferden, kamen samstags zu uns und erlebten mit anderen Besuchern, trotz des schlechten Wetters, ein tolles Programm mit der Band “RIDIN’ SHADOWS”.
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Sonntags war der Wettergott stundenweise gnädig und die Besucher erlebten bis zum Einsetzen des Regens einen unterhaltsamen Nachmittag mit der Band  ”5 ist Trumpf”, den Auftritten der Linedancegruppe “Dancing-Riders-Saar” und dem Pfannenwerfen für Frauen. Mit  Ponyreiten, Puppentheater, Hüpfburg, Spielen und Kinderschminken war auch für die kleinen Gäste wieder gut gesorgt.
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26. Juli bis 15. August 2003
Kindererholung

Sonntag, 27.07.03
Die Kinder kamen, nicht wie geplant am Abend des 26. Juli, am frühen Morgen des 27. Juli in Thalfang an. Trotz der verspäteten Ankunft fanden sich fast alle, mit ihren Gastfamilien, zum ersten  Treffen  der Kindergruppe  auf  dem  Western- & Country-Fest  der  Tschernobyl-Hilfe  Erbeskopf  e.V.  in  Neunkirchen ein. Die  russischen  Kinder erhielten  Bons  für  Essen  und  Getränke, sie  beteiligten  sich, wie auch viele deutsche Kinder, am Ponyreiten, Kinderschminken und vielen Spielen.

Samstag, 02.08.03
Ab 11.00 Uhr gab es einen bunten Nachmittag mit Grillen, Kaffee, Kuchen und Spielen auf dem Gelände der Neuapostolischen Kirche in Mertesdorf. Wir wurden von der Neuapostolischen Kirche eingeladen. Wir veranstalteten dort auch den Kleiderbasar, hier konnten Sachen für die Kinder ausgesucht u. getauscht werden. Ein schöner Nachmittag aber fürchterlich heiß.
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Mittwoch, 06.08.03
Ab 16.00 Uhr waren Spiele und Disco im Landal-Park, oberhalb von Leiwen, angesagt. Nach dem Empfang durch den Bollobär gab es eine Kinderparty mit Spielen, Disco usw.
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Mittwoch, 13.08.03
19.00 Uhr, gemeinsames Abschiedsessen, im Bürgerhaus in Beuren. Ein gelungener Abend mit gutem Essen und viel Spaß.
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Donnerstag, 14.08.03
An Abend kommt ein Anruf aus Weißrussland, die Kindergruppen können nicht wie geplant am Morgen des 16.08.03 abfahren. Die Kinder aus Rubel und Umgebung sollen mittags abgeholt werden, der Rücktransport der Kinder aus Minsk und Tscherikow bleibt offen. Alle Gastfamilien werden benachrichtigt, es ist der Beginn einer Woche für gute Nerven

Freitag, 15.08.03
12.30 Uhr Abfahrt der Kinder aus Rubel und Umgebung an der Festhalle in Thalfang. Wir mussten nun die Pässe aller Kinder und Betreuerinnen einsammeln und die Visa  auf der Kreisverwaltung in Wittlich verlängern lassen. Des weiteren versicherten  wir alle für die weiteren nächsten Tage. Gleichzeitig  mussten wir auch vier Visa auf der Kreisverwaltung in Altenkirchen (Westerwald)  verlängern lassen. Hier waren vier Besucher am 06.08 eingetroffen welche dort ihre  von uns vor zwei Jahren gefunden Verwandten besuchten, sie hatten über 40 Jahre  keinen Kontakt mehr miteinander.
Auf  den beiden Kreisverwaltungen hat man uns schnell und unbürokratisch geholfen, da man meist auf sie schimpft muss man hier ein dickes Lob aussprechen.
An späten Freitagnachmittag erhielten wir dann den Anruf aus Minsk man hätte einen Reisebus gefunden und die restlichen Kinder würden am Samstag um ca. 15.00 Uhr abgeholt, die Firma würde sich bei uns melden und die genaue Abfahrtzeit bekannt geben. Als wir keinen Anruf von der Firma erhielten haben wir dort selbst  angerufen aber es war keinem etwas über einen solchen Transport bekannt und in  Minsk konnten wir dann auch niemand mehr erreichen.

Samstag, 16.08.03
Wir hatten mittlerweile nach vielen Telefonaten die private Handy-Nr der für uns zuständigen Dame in Minsk erhalten und  konnten sie nun endlich erreichen erklärte sie uns das sie sich mit dem Namen  der Firma vertan hätte und sie den Bus über ein Reisebüro in Minsk geordert  hätte und es eine deutschrussische Firma sei und es sich um einen ca. 13 Jahre  alten Merzedesbus handle welcher in Deutschland  zugelassen sei. Sie würde sich darum kümmern das man  uns endlich von dort anrufe. Um 11.00 Uhr erhielten wir dann den Anruf von dieser  Firma das der Bus von Holland aus zu uns unterwegs sei  und um ca. 13.30 Uhr bei uns eintreffen würde.
Wir  haben dann alle Gastfamilien angerufen und für 15.00 Uhr nach Thalfang bestellt. Als wir kurz vor 14.00 Uhr die Handy-Nr des Busses  erhielten war uns schnell klar das der Bus erst um ca.  17.00 Uhr in Thalfang eintreffen würde. Aber fast alle waren schon nach Thalfang  unterwegs und so haben wir in Thalfang von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr gewartet.
Nach  der Ankunft des Busses, ein in Deutschland zugelassener Bus, bemerkten wir das aus einem Lager eines Hinterrades viel  Öl austrat, wir zeigten dies den Fahrern aber sie sagten dies sei kein Problem  und sie würden ca. 2 Stunden während des Aufent- haltes bei ihrer Firma in Salzulfen benötigen um dies zu  reparieren. Insgesamt  waren wir alle beunruhigt und auch die Anzahl der Sitzplätze passte nicht da  bereits 4 Frauen und ein Kind von Holland aus im Bus waren und mit ihm über  Minsk nach Moskau fahren sollten. Da wir alle keine Fachleute für Busse sind  meinte eine Gastfamilie man sollte sich die Polizei den Bus mal ansehen lassen  und rief in Morbach an. Das Einladen des Gepäcks lief weiter und alle stiegen  ein und dann kam die Polizei. Die beiden ersten Beamten waren sich scheinbar auch nicht ganz sicher wie sie das beurteilen sollten und es kamen zwei weitere  Beamte, unter ihnen auch der Schichtleiter. Nach Beratungen entschied man sich  den Bus erst mal aus dem Verkehr zu ziehen und die Weiterfahrt zu verhindern.
Also alles wieder aussteigen und die Kinder der Familien welche sie nicht mehr mit nach Hause nehmen konnten weil sie selbst in Urlaub fuhren bzw. flogen wurden von anderen Familien mit nach Hause genommen. Die  Polizei brachte die vier Frauen und das eine Kind in der Jugendherberge in  Morbach unter.
Die  Fahrer blieben bei dem Bus, da sich eine Tür nicht absperren ließ. Wir sorgten  für Abendessen und Frühstück, im Hotel Rauland, fuhren mit ihnen zig mal von Thalfang nach Neunkirchen damit sie mit ihrer Chefin in  Moskau telefonieren konnten. Wir telefonierten noch mit Minsk und erklärten ihnen die Situation und sie  versprachen sich um eine Lösung zu kümmern.

Sonntag, 17.08.03
Um  9.30 Uhr trafen wir uns mit den Busfahrern  in Thalfang um zu besprechen wie es weitergehen sollte. Kurz nach um traf auch  die Polizei ein, sie hatten einen Fachmann dabei welcher sich die Sache ansehen sollte. Er erklärte um zu beurteilen ob das Öl Einfluss auf die Bremswirkung  habe könne man nur auf einem Bremsprüfstand feststellen. Als Lösung fand man die  Firma Hochwald welche einen solchen Prüfstand hat. Während der Bus zur  Hochwald gefahren wurde telefonierten wir wieder mit Minsk. Sie hatten jetzt den schon mal ins Auge gefassten Bus  geordert und er soll Dienstag- abends in Thalfang ankommen und am Mittwoch, 20.08.03, 7.30 Uhr sollen die Kinder zurückfahren. Wir haben wieder alle Gastfamilien angerufen und informiert.
Die  Polizei erlaubte die Weiterfahrt des Busses, nach dem Wechsel eines Reifens, bis zur Werkstatt der Firma in Salzurflen. Wir versorgten  die Fahrer mit Getränken und Telefonkarten und brachten sie noch einige Mal zum  telefonieren nach Neunkirchen. Dann fuhren wir vor ihnen zum Busparkplatz nach  Morbach und nachdem die vier Frauen das Kind und das Gepäck im Bus waren ging  kurz vor 17.00 Uhr ihre Reise weiter. Die Polizei hatte auch ihre Visa heute  noch verlängern lassen. Ein großes Lob an alle die geholfen haben, besonders an die Polizisten von Morbach.

Dienstag, 19.08.03
Wir können den Bus nicht erreichen und rufen in Minsk an, man verspricht uns sich darum zu kümmern und sich bei uns zu melden. Dieser Rückruf erfolgte kurz vor 19.00 Uhr und man erklärte uns der Bus hinge an  der russischpolnischen Grenze fest und es sei was mit der Durchfahrgenehmigung  für Polen nicht in Ordnung. Auf die Frage wieso man erst fast 30 Stunden nach  Abfahrt des Busses über diese Probleme bescheid wisse, man braucht von Minsk ca.  5 Std. bis zur Grenze, erhielten wir keine Antwort. Es geht nach dem russischen  Prinzip: Fragen welche man nicht beantworten will übergeht man einfach. Man  erklärte man sei dabei die erforderliche Genehmigung zu bekommen und man hätte  die polnische und die deutsche Botschaft eingeschaltet und würde uns zurückrufen. Wir haben dann alle Gasteltern über den wieder nicht stattfindenden Abfahrtermin informiert, die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Wir hatten unserer Partnerorganisation in Minsk für die Rückfahrt eine Frist gesetzt und ihnen erklärt  das wir, wenn die Kinder am 20.08.03 nicht abgeholt würden, uns selbst um die Rückfahrt kümmern würden. Wir hatten bereits mit einer Firma  gesprochen, welche täglich nach Russland fährt, für sie war das Problem lösbar.
Um 21.30 erhielten wir dann  Nachricht aus Minsk der Bus habe die Grenze passiert und würde mittwochs bis 22.00  Uhr bei uns eintreffen und danach sofort zur Rückfahrt starten.

Mittwoch, 20.08.03
Am frühen Abend wird klar das der Bus erst am nächsten Morgen eintreffen wird. Wir rufen wieder die Gastfamilien an und bestellen sie für 8.30 Uhr.

Donnerstag, 21.08.03
Als wir kurz nach 6.00 Uhr mit den Fahrern des Busses telefonieren erhalten wir die Aussage das sie gegen 8.00 Uhr in Thalfang eintreffen würden, aber es wird 10.30 Uhr bis der Bus in Thalfang eintrifft. Der Bus, ein weißrussischer, ist in Ordnung und schnell ist das ganze Gepäck verladen und die Kinder mit ihren Betreuerinnen im Bus eingestiegen. Um 11.00 Uhr startet der Bus zur Rückfahrt und kommt 30 Stunden später in Minsk an.

Ein herzliches Danke an alle die uns bei der Kindererholung und den Problemen bei der Rückfahrt geholfen haben, besonders aber an die Gastfamilien für ihre Hilfsbereitschaft, das Verständnis und die guten Nerven welche wir alle brauchten.

13. - 14. Dezember 2003
Weihnachtsmarkt in Neumagen-Dhron
An  dem  Weihnachtsmarkt  in  Neumagen-Dhron   beteiligte  sich  die  Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V.  wie  in den vergangenen  Jahren wieder mit verschiedenen Ständen und einer großen Verlosung.  Der Lospreis  betrug 0,50 Euro  und der Losverkauf im Vorfeld und den beiden Tagen des Weihnachtsmarktes, war wegen des schlechten Wetters, kein großer Erfolg. Ein herzliches Danke an alle Spender für die gespendeten Preise zur Tombola.
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Dezember 2003
Hilfstransport nach Weißrussland
Wegen Problemen, vorort in Rubel, fällt der geplante Hilfstransport leider aus. Unser nächster Hilfstransport startet vorraussichtlich im Januar 2005  nach Weißrussland.
 

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