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02. bis 10. Januar 1998
Hilfstransport nach Rubel
An Morgen des 02. Januar startete der Hilfskonvoi beladen mit 6,63 t Hilfsgüter vom THW-  Stützpunkt Montabaur nach Rubel in Weißrussland unter Leitung von Gerd Schlosser vom THW, Ortsverband Montabaur, mit vier Personen des THW und drei Mitgliedern der Tschernobyl-Hilfe.
Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und der Hilfs- transport erreichte am 04. Januar Rubel in Weiß- russland.
Am 05. Januar wurden die Hilfsgüter entladen und kamen zu aller Überraschung unter Zollverschluß.
Der komplette nächste Tag wurde benötigt um die Freigabe der Hilfsgüter zu erreichen. Am Weihnachtstag in Rubel, dem 07. Januar, wurden alle Hilfsgüter gezählt und die per- sönlichen Pakete verteilt. Abends konnten noch zwei Rollstühle an behinderte Kinder über- geben werden. Ein Fernsehteam des weißrussischen Fernsehen begleitete uns den ganzen Tag.
Am 08. Januar wurden die restlichen Hilfsgüter verteilt und es ging auf die Rückreise. Auf dem Rückweg wurden noch die Soldatengräber auf dem Friedhof in Stolin und Oma “Generalmajor” (sie pflegt seit 1948 das Grab eines deutschen Generalmajors aus dem ersten Weltkrieg) besucht.
Anklicken zum VergrößernDie Rückfahrt führte wieder über Brest, Warschau, Frankfurt/Oder nach Montabaur, wo die Fahrzeuge und ihre Besatzung am Abend des 09. Januar wohl- behalten eintrafen.
Alle waren sich einig, es geht wieder gemeinsam zum nächsten Hilfstransport nach Rubel.



27. Februar bis 05. März 1998
Hilfstransport nach Rubel
Franz Thiel, Hans Ewald Sausen und Johannes Müller brachten Medikamente im Wert vomAnklicken zum Vergrößern  56.000 DM mit dem Kleinbus von Franz Thiel nach Rubel. Der zusätzliche Transport war notwendig geworden, weil die Medikamente nicht mehr rechtzeitig zum Transport am Jahresanfang eingetroffen waren. Ein bekannter deutscher Arzneimittelhersteller hatte die Medikamente, auf Intervention eines Arztes von der Mosel, gespendet. Die Überbringer konnten sich in der Poliklinik selbst ein Bild davon machen wie sehr man auf die Medikamente aus Deutschland angewiesen ist.


22. Juli bis 12. August 1998
Kindererholung
95 Kinder mit vier Betreuerinnen, einem Betreuer, sowie einem Gast (die Schulleiterin von Rubel), verbrachten einen Kur- und Erholungsurlaub hier bei Gastfamilien in gesunder Um- gebung. Die Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. hatte zum dritten Mal Kinder aus dem Gebiet Stolin (Weißrussland) eingeladen, die meisten Kinder stammen aus Rubel und Hotomel, in diesen beiden Orten leistet der Verein auch humanitäre Hilfe.
9 Kinder mit einer Betreuerin kommen am Mittag des 22.07.98 mit der Bahn in Trier an, es sind Kinder die ehemals über den Hunsrückverein e.V., Ortsgruppe Dhronecken e. V. ein- geladen wurden, der jedoch seine Aktivitäten auf diesem Gebiet eingestellt hat. Am Abend des gleichen Tages kamen weitere 45 Kinder mit einem Bus in Thalfang an, die restlichen Kinder kamen am Samstag, dem 25.07.98, mit einem weiteren Bus. Es war leider, aus organisatorischen Gründen, nicht möglich das alle Kinder am gleichen Tag hier ankamen.
Bei der Ankunft wurden die Kinder nach über einer 30 stündigen Fahrt vom Verein und den Gastfamilien begrüßt.
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Programm:
     - Mittwoch, 22.07.98, Ankunft  der  Kindergruppe  mit  dem ersten Bus in Thalfang, an der
       Festhalle, Ankunft der Kindergruppe mit der Bahn in Trier.
     - Samstag, 25.07.98, Ankunft der Kindergruppe mit  dem zweiten Bus in Thalfang, an der
       Festhalle.
     - Dienstag, 28.07.98, Schifffahrt  von Neumagen  nach Bernkastel und zurück, 1. Gruppe,
       alle Kinder von der Mosel.
     - Mittwoch,  29.07.98, Schifffahrt  von Neumagen  nach Bernkastel und zurück, 2. Gruppe,
       alle Kinder vom Hunsrück.
     - Sonntag, 02.08.98, Besuch des Western- und Countryfestes in Dhronecken.
     - Mittwoch, 05.08.98, Grillfete  mit  Spielfest  und  Kleiderbasar  in  Breit, Einladung durch
       den  FC Büdlich-Breit-Naurath.
     - Sonntag, 09.08.98, 19.00 Uhr Abschiedsessen, im Bürgerhaus Römercastel in
       Neumagen.
     - Mittwoch, 12.08.98, Abfahrt der Kinder mit den beiden Bussen ab Thalfang, Abfahrt der
       Kinder mit der Bahn.

31. Juli bis 02. August 1998
4. Western- u. Countryfest der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. am Wasserturm in Dhronecken
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Dezember 1998
Sammelaktion für Hilfstransport
Die Resonanz auf den Aufruf war wieder sehr groß, die Spenden kamen aus dem ge- samten Kreis Bernkastel-Wittlich, dem Kreis Trier-Saarburg und auch aus dem Raum Birkenfeld.
Viele Kindergärten und Schulen, viele andere Kinder und Familien, aus den Verbands- gemeinden: Thalfang, Hermeskeil, Neumagen-Dhron, Schweich, Traben-Trarbach, Bernkastel, der Einheitsgemeinde Morbach sowie der 1. FCK Fanclub Teufelkreis Neumagen-Dhron, beteiligten sich an der Aktion "Kinder beschenken Kinder" mit Paketen in Größe eines Schuhkartons.
Es kamen 932 Geschenkpakete (Gesamtgewicht 2,15 t) für Kinder, 306 Lebensmittel- pakete (Gesamtgewicht 2,64 t) für Familien und ältere Menschen, 256 Kartons gebrauchte Kleidung (Gesamtgewicht 2,56 t) zusammen.
Von den Gasteltern die 1996, 1997 und 1998 Kinder zu einem dreiwöchigen Erholungs- urlaub eingeladen hatten, wurden 225 Pakete (Gesamtgewicht 2,67 t) abgegeben.
Für die Schulen in Rubel und Hotomel hat der Verein Kopierpapier und Kreide besorgt, weiterhin erhalten Sie Kartons mit gebrauchtem Spielzeug. Über zwei gespendete Roll- stühle werden sich die Empfänger, unter Ihnen ein fünfjähriges Mädchen, sehr freuen. Mit auf die Reise gehen auch Gehhilfen, Bettwäsche und Medikamente für die Poliklinik in Rubel und das Krankenhaus in Stolin.
Viele freiwillige Helfer und Helferinnen unterstützten die Männer des THW am 29.12. beim Beladen der beiden Lkws und eines Anhängers für einen Transporter mit den im Pfarrhaus und im Schwesternheim in Neumagen gesammelten Hilfsgütern.
Insgesamt füllten die Hilfsgüter mit dem Gesamtgewicht  von 11,5 t ein Ladevolumen von 60 m³.
Alle Hilfsgüter mußten wieder deutsch/russisch beschriftet und gewogen werden, die Ladelisten, auch in deutsch/russisch, mußten vorab an das Ministerium für humanitäre Hilfe in Minsk und über den Dorfsowjet von Rubel an den Zoll in Pinsk gefaxt werden.
Der Verein bedankte sich bei allen die zum Gelingen dieser Aktion beigetragen haben, besonders aber bei den Spendern, den über 20 Sammelstellen, beim TV, dem Wochen- spiegel, den Verwaltungen für die Veröffentlichung des Aufrufs in den Amts- und Mitteilungs- blättern ohne die wir die vielen Spender nicht erreicht hätten. Er bedankte sich aber auch bei all denen Personen, viele verzichteten auf Geschenke an ihren Geburtstagen usw. und hatten Sparschweine für die Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. aufgestellt und Firmen welche Geld- oder Sachspenden leisteten um diese Aktion und die Kindererholung zu unterstützen.

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